Die Frage der meisten: Wie bleibe ich in den Köpfen der anderen?
Denn die Krankheit unserer Zeit ist die Sucht nach der Aufmerksamkeit der anderen. Daraus ziehen wir einen großen Teil unserer Energie.
Die Lösung der meisten: Ein perfektes Erscheinungsbild, hinter dem die Wahrheit verloren geht. Nicht die universelle Wahrheit, um die sich sowieso alle streiten, weil niemand sie jemals ergründen könnte. Sondern die persönliche. Unsere Wahrheit.
Egal, ob du zu den meisten gehörst oder zu den wenigen, die die Kunst begriffen und zu schätzen gelernt haben, ihre Energie aus anderen Dingen als Aufmerksamkeit zu ziehen, eine Regel gilt:
Du hinterlässt deine Spuren in den Köpfen, wenn du du selbst bist. Wenn du die Zwänge, die du meinst, von anderen zu spüren, von dir abschüttelst.
Wenn du sie mit deiner persönlichen Wahrheit konfrontierst, ohne etwas zurückzuhalten von dir, weil du meinst, die anderen würden es nicht verstehen. Wenn du es verstehst, deine innere Welt nach außen zu projizieren, wenn du versuchst, deine Träume in die Realität zu befreien. Und es dabei noch verstehst, deine eigene Welt nicht zu werten: Sie nicht für etwas peinliches, intelligentes, außergewöhnliches, schlechtes oder mickriges zu verkaufen versuchst. Weil du unerschütterlich an das glaubst, was du in dir trägst - denn wie könntest du daran zweifeln? Es ist das einzige, was du wirklich, nur du, besitzt, für deine Zeit auf der Welt.
Du bleibst in ihren Köpfen, weil sie dich nicht vergessen können.
Sie haben gar keine Chance.
Niemand vergisst das Wahre -
und es wird Menschen geben, die versuchen, es zu verdrängen.
Authenzität wird immer siegen.
Die, die meinen, mit ihrer Fassade zu siegen, werden ganz am Ende fallen.
Ich will kein bitteres Ende.
Ich kämpfe um jeden Tropfen des Echten.
Nur kann man das Echte nicht besiegen oder erobern: Nur das Falsche drumherum kann man zerschlagen. Oft ist es schade drum, denn es sah ja so schön aus.
Doch das darunter kann niemand zerstören.
Das Echte ist unzerstörbar.
Wenn man hinter all dem steht, was man sagt, was man macht, hinter jeder Bewegung sich selbst wiederfindet, sich eingesteht, wer man ist, und wer nicht. Dann kann einem niemand etwas tun.
Dann ist man stark, ohne anderen Energie abzuzocken, ohne sich diese Stärke eben von den anderen geklaut zu haben. Und deshalb ist man unangreifbar. Wer kann dich dann brechen?
Du weißt dann doch schon alle Fakten über dich.
Wer kann dich denn dann noch von hinten mit deiner eigenen Wahrheit erstechen?
Denn das ist es doch, woran wir kaputt gehen: An dem Monster in uns, dass uns das Echte verbietet, dass uns die Oberfläche schmackhaft macht und uns aufs Glatteis führt, wenn wir schwach werden und nicht aufpassen.
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